Erasmus

Erasmus

Halbzeit bei Erasmus+, ein kurzer Rückblick auf Aktivitäten, die den Schulalltag des Hans-Baldung-Gymnasiums bereichert haben. Das Erasmus+ Projekt „Inklusion und Integration - Jugend für Europa“, mit dem das HBG in das zurückliegende Schuljahr gestartet ist, hat demnächst Halbzeit. Ein guter Grund, um auf ein ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Aktivitäten zurückzublicken und eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Was ist Erasmus+?

Nach einem Bewerbungsmarathon im Schuljahr 2013/14 ist es gelungen, das HBG als eine von nur 64 Schulen deutschlandweit im neu konzipierten Erasmus+ - Programm für lebenslanges Lernen zu platzieren. Mit den Mitteln der Europäischen Union sollen die internationale Zusammenarbeit und der gegenseitige kulturelle Austausch gefördert und die europäische Idee für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar gemacht werden.

Wer sind wir?
Unser Projekt ist eine gemeinsame Idee von vier Partnerschulen aus Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn. Zwei Schuljahre lang (2014-16) finden internationale Begegnungen, gemeinsame Projekte und schulinterne Aktivitäten statt. Die gesammelten Erfahrungen sollen nachhaltig die Schulcurricula bereichern. Folgende Schulen nehmen am Projekt teil:

  • das Bundesgymnasium in Gmunden (Österreich)
  • das Hans-Baldung Gymnasium in Schwäbisch Gmünd (Deutschland)
  • das BatthyányKázmérGimnázium in Szigetszentmiklós (Ungarn)
  • und das ZSP in Rymanow (Polen).

Darüber hinaus konnte das HBG auch lokale Partnerschaften initiieren. Unsere Partner sind:

  • St. Josef – Schule für Hörgeschädigte
  • Stiftung Haus Lindenhof für Menschen mit Behinderungen
  • Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis)
  • Jugendkulturinitiative Esperanza Schwäbisch Gmünd
  • Elternbeirat und Förderverein des Hans-Baldung Gymnasiums
  • Das Kommunale Bildungsbüro der Stadt Schwäbisch Gmünd
  • Das Limes-Gymnasium in Welzheim

Vermittlung von Wissen:
Das mit Mitteln der EU ausgestattete internationale Projekt bereichert das Schulleben mit vielen Aktivitäten nachhaltig, hier seien einige davon aufgezählt: Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 konnten in diesem Schuljahr an Workshops zu den Themen Integration und Inklusion mitarbeiten. Der Gemeinschaftskundekurs der Kursstufe 1 von Herrn Huber entwickelte einen Fragebogen und führte eine Umfrage zum Thema durch.

Praxis Integration:
Praktische Anwendung finden die Workshops an den Spielenachmittagen, die Flüchtlingskindern den Spracherwerb erleichtern sollen und unseren Schülerinnen und Schülern Einblick in die soziale Wirklichkeit über den Schulalltag hinaus bieten. Von Dezember bis Juli wurde an den Freitagnachmittagen ein Sprachkurs für Asylbewerber angeboten, in Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner Jugendkulturinitiative Esperanza, wobei die direkte Nachbarschaft zur Flüchtlingsunterkunft von Vorteil war.

Praxis Inklusion:
Erfreulich ist auch die Zusammenarbeit mit dem Haus Lindenhof, wo das soziale Engagement in Form von Vorlesen, Spielen oder Spazierengehen sehr willkommen ist. Es finden regelmäßige Begegnungsnachmittage statt. Ein Bastelnachmittag mit der Hörbehindertenschule St. Josef bot unseren Fünft- und Sechstklässlern Gelegenheit, sich zu engagieren und ihre eigene Situation aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen. Entstanden sind dabei Papierblumen, die vor Ostern von den Künstlern selbst in der Stadt verschenkt wurden. Die Zusammenarbeit mit St. Josef, Haus Lindenhof und der Flüchtlingsunterkunft Benzholstraße wird im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden. Erfreulicherweise wird in St. Josef die nächste Projektwoche in dem Zeitraum, in dem unsere Klassen 9 Sozialpraktikum machen, stattfinden.

Internationale Begegnungen:
Zwei der vier Lehr- und Lerntreffen des Erasmusprojektes haben bisher stattgefunden, am HBG und in unserer Partnerschule in Rymanow, Polen (Siehe Kurzfilme, Fotodokumentationen und Tagesberichte). Auf dem Programm stehen noch Reisen zu unseren Partnerschulen in Gmunden, Österreich und in Szigetszentmiklos, Ungarn.

Evaluation:
Beim Treffen in Schwäbisch Gmünd gehörte die Bewertung des Vortages zum Morgenritual. Die Schülerinnen und Schüler notierten dazu ihre Eindrücke, Verbesserungsvorschläge und Kommentare täglich auf ein Blatt. Am Ende der Woche gab eine bunte Zettelwand Auskunft über die Woche. In Rymanow war es die Aufgabe der Schwäbisch Gmünder Schülerinnen und Schüler, einen Evaluationsbogen zu entwickeln.

Laufwunder:
Die letzte große Aktion dieses Schuljahres war das sogenannte Laufwunder, das zeitgleich mit den drei Partnerschulen des Erasmusprojektes in Pole n, Ungarn und Österreich stattgefunden hat. Über 5000€ Spenden kamen allein am HBG zusammen. Wir danken den Sponsoren und freuen uns, das rumänischen Waisenhaus Kinderschutzzentrum St. Antonius unterstützen zu können.

T-Shirt-Edition:
Beim ersten Planungstreffen im September in Gmunden entwarfen Schülerinnen und Schüler unser Projekt-Logo. Es sollte aber nicht nur auf Briefköpfe und Plakate platziert, sondern auch auf T-Shirts weithin sichtbar getragen werden. Bedruckt wurden die T-Shirts für alle vier Partnerschulen in Waiblingen. Die Druckerei ist gleichzeitig ein gelebtes Beispiel für Inklusion, denn sie beschäftigt Menschen mit Handycap im Betrieb.

Partner SMV:
Von der Welcome-Party beim Projekttreffen bis hin zur Organisation des Laufwunders, die enge Zusammenarbeit mit unserer SMV ist für die Vernetzung und die Selbstständigkeit unserer Schülerinnen und Schüler ein unentbehrliches Element. Wir danken der SMV für ihre tatkräftige Unterstützung.

Vernetzung und internationale Kommunikation:
Davon, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich im virtuellen Raum begegnen und austauschen, profitiert das Projekt. Sei es die Drop-Box für Fotos, eine Gruppe in den sozialen Netzwerken, Berichte, die über E-Twinning verbreitet werden, alles trägt zur lehrerunabhängigen Kommunikation unter den Schülern und zur Überwindung der räumlichen Distanz bei.

Belohnung für Schülerengagement: der Quali-Pass:
75 Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis Klasse 12 erhalten, als Bestätigung ihres Engagements, einen Eintrag ins Zeugnis. Viele haben es darüber hinaus zu einem Quali-Pass gebracht, der bei Bewerbungen um einen Ausbildungs- oder Studienplatz allgemein anerkannt wird und deshalb sehr hilfreich sein kann. Weitaus mehr Schülerinnen und Schüler des HBG haben sich an der Paketaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und am „Laufwunder“ beteiligt, so dass man sagen kann, Erasmus+ ist im Herzen unseres Schulorganismus angekommen.

Nachhaltigkeit und Dissemination:
Zahlreiche Ergebnisse der Projektarbeit sollen im Schulcurriculum fortgesetzt werden. Die nachhaltige Verankerung von Integration und Inklusion im Schulalltag ist erklärtes Projektziel. Entsprechend werden folgende Möglichkeiten der Dissemination genutzt:

  • Info-Wand in der Schule
  • Live-Veranstaltungen
  • Kontinuierliche Pressearbeit
  • Archivierung
  • Onlineauftritt und Schulhomepage
  • Präsenz ins Schule und Stadt
  • Soziale Medien
  • eTwinning der Europäischen Union

Ausblick auf die zweite Halbzeit:
Das Erasmus+ Projekt findet noch im nächsten Schuljahr statt, die begonnenen Aktivitäten werden fortgesetzt. Eins der Zukunftsprojekte, die im neuen Schuljahr stattfinden werden, ist unser Beitrag zu dem schon begonnenen internationalen Kochbuch, in dem die Köstlichkeiten unserer Region nicht fehlen dürfen. Selbstverständlich müssen diese Speisen zuvor zubereitet und getestet werden.

Ebenso steht ein Besuch in der Druckerei in Waiblingen an, wo das Projekt-Logo auf T-Shirts gedruckt wurde.

Résumé:
Die Bilanz kann sich sehen lassen. Neue Teilnehmer von Schüler-, Lehrer- und Elternseite sind herzlich willkommen. Interessierte können sich an die Projekt-Organisatoren Frau Kaiser, Frau Pfeiffer und Herrn Huber wenden. Auch Fragen und Vorschläge sind willkommen.