Auf unserer Studienfahrt nach Wien lernten wir die einzigartige Stadtentwicklung kennen, die stark auf sozialen Wohnbau setzt und sich von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart zieht. Sie trägt dazu bei, dass Wien regelmäßig zu den fünf lebenswertesten Städten der Welt zählt.
Außerdem war es eine Reise in die Geschichte Österreichs und der habsburgischen Doppelmonarchie. Da es bei den Habsburgern Usus war, unter Cousins und Cousinen zu heiraten, entstanden charakteristische körperliche Merkmale wie das berühmte habsburgische Kinn. Früher oder später wäre die Familie wohl an ihrer eigenen Degeneration zugrunde gegangen, wäre sie 1918 nicht abgesetzt worden.
Im Hundertwasserhaus bzw. im Hundertwasser Museum erfuhren wir, dass Hundertwasser nicht nur Architekt, sondern auch Aktivist war, der sogar nackt Reden hielt, um sein Publikum von seinen Ansichten zu überzeugen.
Den Abschluss bildete ein Besuch im Parlament. Dort haben wir im Plenum viel über das politische System Österreichs gelernt und mussten feststellen, dass es sich im Parlament deutlich angenehmer sitzt als in der Schule.
Auch die Rückfahrt war spannend, da wir viel Flexibilität und Spontanität an den Tag legen mussten, um uns im Dschungel von alternativen Verbindungen und Schienenersatzverkehr nicht zu verlaufen, und sicher zu Hause anzukommen.
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Alexander Kübler
