Auf Römerspuren in der Heimat

An einem windigen Vormittag machten sich 44 Lateinschülerinnen und Lateinschüler der 8. Klassen gemeinsam mit Ihren Lehrkräften Frau Krell und Herrn Barth auf den Weg zur „Ala Secunda Flavia Milliaria“, der römischen Reitereinheit, die der heutigen Stadt Aalen ihren Namen gab. Nach einer kurzen Zugfahrt und einem strammen Marsch rückten die HBG-Legionäre zum Limesmuseum vor, um in eine längst vergangene Zeit einzutauchen: Anhand von unzähligen Zeugnissen aus der Zeit des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr. erfuhren sie Details über die historischen Umstände und das Alltagsleben der Menschen im Schatten des Limes. Trotz der Kürze der Zeit, in der die Römer in unserer Gegend Militärlager, Dörfer, Straßen, Grenzanlagen und Gutshöfe errichteten, bevor sie von unseren Vorfahren wieder vertrieben wurden, haben Archäologen viele Artefakte und Gegenstände aus dieser Epoche ans Tageslicht gebracht: Dazu gehören Schmuck, Waffen, Radbeschläge, Schuhe, aber auch viele Kultgegenstände. Angesichts der Flut an Informationen, mit denen die Schülerinnen und Schüler konfrontiert waren, war eine Abwechslung dringend notwendig: Bei einer Aktion durften sie schließlich selbst aktiv werden und einen Lederbeutel herstellen, in dem sich das Spielfeld für ein original römisches Rundmühle-Spiel samt Steinchen befindet. So hatten alle ein schönes Andenken an diesen ereignisreichen Tag.